Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Ionic – Schneller zur mobilen App?

Ionic ist ein sgn. Framework das geschaffen wurde um die Entwicklung von mobilen Apps zu beschleunigen. Dafür setzt Ionic dem Cordova-SDK das Anwendungs-Framework Angular auf und erweitert die Werkzeugkiste des Entwicklers um ein paar mehr Werkzeuge um Apps für mehrere Plattformen mit einer Code-Basis zu bauen.

Lasagne, aber bitte nicht komplex

In der Software-Entwicklung gibt es den Begriff des Lasagne-Codes. Dieser bezieht sich auf das Problem, dass Quellcode unübersichtlich werden kann wenn Objekte und Lösungen hinter unübersichtlichen Schichten von anderen Quellcode verschwindet.

Im Falle von Ionic sieht das auf den ersten Blick ähnlich aus, da eine Ionic-App ebenfalls aus mehreren Schichten besteht:

Eine jede Schicht kommt mit neuen Vorteilen die Nachteile der vorhergehenden Schicht versucht auszugleichen. Die native Entwicklung mobiler Apps liefert einige Vorteile, da sie sehr fein granulierte Optimierung erlauben.

Der große Nachteil daran ist, dass der Aufwand für die Entwicklung einer Android und einer iOS-App doppelt anfällt. Unterschiedliche Bugs treten unterschiedlich auf den unterschiedlichen Plattformen auf.

Dieses Problem wird mit Cordova gehandhabt: Anstatt die App vollständig nativ zu implementieren, liefert Cordova eine Schnittstelle um eine Website – die wie eine App aussieht – in eine native App zu verpacken. Cordova-Plugins erlauben es auf Funktionen der nativen App zuzugreifen.

Web-Apps haben wiederum den großen Nachteil, dass Javascript als Entwicklungssprache zwar schnell zu Fortschritten führt, in der Wartung durch die fehlende Typsicherheit aber zu unvorhergesehenen Problemen führen kann. Refactorings werden mit wachsender Code-Basis ungleich schwerer als mit nativen Programmiersprachen wie Kotlin, Java, Swift oder Objective-C.

Hier gretscht Ionic hinein und erlaubt es dem Entwickler mit Typescript und starker Typisierung ganze Fehlerklassen auszuschließen. Zusätzlich liefert Angular ein robustes und erprobtes Application-Framework. Dies erlaubt es eine saubere Architektur zu verwenden die es auch neu im Team aufgenommenen Entwicklern erlaubt schnell produktiv zu werden. Außerdem wird es einfacher Komponenten zu isolieren und so auch besser zu testen. Über Ionic-Plugins, die intern auf Cordova-Plugins zugreifen, wird auch der Einsatz von nativen Funktionen transparent in die App integriert.

Schneller Entwickeln dank schneller Zyklen

Mit dem Advent der agilen Software-Entwicklung wurde den Unternehmen vor allem eines bewusst: Software-Projekte bewegen sich schnell. Enge Zyklen, schnelles Testen und schnelle Adaption der Anforderungen auf Basis echter Erfahrung mit dem Produkt sind Gold wert.

Ionic erlaubt es die Business-Logik, also alles was unabhängig von nativen Plugins ist, auch im Browser zu testen. Durch die Abstraktionsschicht zwischen der Anwendungslogik und der nativen Plattform ist es auch möglich bei Bedarf eine reine Web-App zu bauen.

Nicht auf Build-Zeiten angewiesen zu sein und nach jeder Änderung das Programm im Browser ohne Compile- und Deploy-Zeit ausprobieren zu können ist auf die Laufzeit des Projekts gesehen, eine signifikante Zeitersparnis.

Was Ionic dem Entwickler nicht abnimmt ist das austesten auf den verschiedenen Plattformen. Allerdings ist ein Bug-Fix automatisch auch für andere Plattformen verfügbar.

Ionic – die Universallösung?

Wann ist Ionic die beste Lösung? Die Frage muss man sich von Projekt zu Projekt stellen. Native Entwicklung spielt andere Stärken aus als die Entwicklung mit Cordova und Ionic.


Vorteile Nachteile
Native Entwicklung Hohe Plattformnähe erlaubt fein granulierte Optimierung
Native UI-Elemente
Geeignet für grafisch aufwendige Anwendungen (zB. Spiele)
Freie Auswahl der App-Architektur und Frameworks
Hoher Entwicklungsaufwand für Multi-Plattform-Apps Bugs müssen pro Plattform debugged und gefixed werden
Mehrkosten
Projekte sind einzigartig wie Schneeflocken Plattformeigenheiten kosten Zeit bei der Integration
Ionic Rasche Entwicklung dank webgestützter Tools Robuste Vorgabe des Frameworks Eine Code-Basis für alle Plattformen Fix once, fix everywhere Umweg über Plugins bei Zugriff auf Gerätefunktionen Vorgabe der Architektur Plattformeigenheiten kosten Zeit bei der Integration (Plugins)

Ich persönlich würde immer zu einer Ionic-App raten wenn die native App keine notwendigen Vorteile liefert.

Artikelbild by RUN 4 FFWPU from Pexels

Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Google Online-Marketing-Kurs bestanden

Google bietet in seiner „Learn Digital“-Initiative verschiedene Kurse an um Unternehmer fit für das Internet zu machen. Mir ist vor allem der Kurs über Online-Marketing in das Auge gestochen: Grundlagen des Online-Marketing.

Laut Eigenauskunft von Google dauert der Kurs 40 Stunden und ist in 26 Module gegliedert. Diese Module unterteilen sich wiederum in einzelne Lektionen. Am Ende einer jeden Lektion wartet eine kleine Aufgabe, die meistens anhand eines praktischen Beispiels gestellt wird. Die sehr gute Idee wird leider nicht überall gut umgesetzt. So bin ich an einigen Lektionstests nur mit mehrmaligem Versuch auf die richtige Lösung gekommen, da die Übersetzung der Fragen und Antworten falsch waren.

Online-Marketing für Offline-Unternehmer

Das Programm richtet sich an Unternehmer die etwas über Online-Marketing und dessen Grundbegriffe lernen wollen. Dazu gehören auch die verschiedenen Marketingkanäle wie zB.

  • Die eigene Seite in Suchmaschinen sichtbar machen (Suchmaschinenoptimierung auch SEO genannt)
  • Für Angebote in Angebotsseiten der Suchmaschinen werben (SEM, auch Suchmaschinenmarketing)
  • Werbung in Werbenetzwerken schalten um in relevanten Kanälen aufzutauchen
  • Email-Marketing – Aufbau einer Emailliste und das regelmäßige Bespielen der Kontakte
  • Social Network Marketing – Das richtige Nutzen von Netzwerken wie Facebook oder Pinterest
  • Online Video Marketing – mit Videos aber auch Werbung von Videos Umsätze steigern

Insgesamt ist das eine lange Liste von verschiedenen Themen die meiner Meinung nach sehr Einsteigerfreundlich bearbeitet werden.

Conversion Tracking und Funnel-Analyse – Was ist das?

Die Inhalte beziehen sich auf verschiedene Ebenen des Online-Marketing-Prozesses. So spielt die richtige Planung, Durchführung, Auswertung sowie Nachbesserung eine große Rolle. Ein jeder dieser Schritte wird in den Modulinhalten einsteigerfreundlich erarbeitet um so ein besseres Verständnis für die Zielgruppe, deren Bedürfnisse und den Verkaufsabschluss zu erhalten.

Die Modulinhalte gehen auch auf einige Begriffe ein die man abseits von Online-Marketing – auch als Verkäufer – eher selten hört. Dazu gehören Conversion, Bounce-Rate, Funnel, etc.

Diese Begriffe drehen sich alle um das Messbarmachen des Verkaufsprozesses. Im besten Falle haben Sie dann ein Messwerkzeug an der Hand dass Ihnen erlaubt an ein paar Schrauben der Online-Marketing-Maschine zu drehen um das Zielpuplikum besser zu erreichen und die Verkaufsrate (Conversion Rate) zu erhöhen. Schafft man das nicht, prallen die potenziellen Kunden vom Angebot ab und verschwinden wieder (Bounce-Rate).

Ein Verkauf passiert selten in einem Schritt. Bei jedem Schritt fallen ein paar der interessierten Kunden wieder ab weshalb das ganze grafisch dargestellt wie ein Trichter (Englisch auch Funnel) aussieht. Die Funnel-Analyse dient dazu etwaige Schwachstellen im Verkaufsprozess auszubügeln.

Google Digital Marketing – Was bringt’s?

Als ich den Kurs began ging ich davon aus, dass es sich vor allem um Themen handeln würde, bei denen Google zufälligerweise das passende Angebot hat um gleich einen Abschluss zu machen. Das trifft sicher bei Suchmaschinenwerbung und Werbenetzwerken wie AdSense zu, allerdings nicht auf alle Themen. Vor allem Suchmaschinenoptimierung und Email-Marketing sind günstige Wege sich eine eigene Liste von Interessierten aufzubauen.

Der große Vorteil ist hier, dass der sogenannte Marketingkanal im eigenen Besitz ist. Man ist weder von Youtube, Facebook noch Google abhängig.

Reißerisch aber nicht unwahr, hat der Verkaufstrainer Dirk Kreuter in einem seiner Podcasts einmal gesagt, wenn er eine neue Rolex wollte, müsste er nur eine Email mit einem Angebot rausschicken und schon hätte er zusätzlich 35.000€ Umsatz. Jemand wie Kreuter, der fast 100.000 Abonnenten auf Facebook und noch einmal so viele auf Youtube hat, wird auch über eine entsprechend große Emailliste verfügen.

Kurz gesagt helfen die genannten Wege potenzielle Kunden, die schon interessiert sind auf eigene Angebote hinzuweisen. Ein günstiger Weg ein Win-Win für alle Beteiligten zu erreichen.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung zu dem Kurs. Natürlich können Sie auch ein unverbindliches Gespräch mit mir vereinbaren in dem wir über die technischen Lösungen hinter den verschiedenen Online-Marketingkanälen sprechen können.